Das sind Wir

Wir sind 17 Erwachsene und 9 Kinder mit einer Altersspanne von rund 75 Jahren. Unsere Gruppe besteht aus Familien und Einzelpersonen, die teils in separaten Wohnbereichen leben, teils Zimmer haben, die an einem gemeinsam genutzten Flur liegen. Die Hälfte der bewohnbaren Fläche des Hauses wird gemeinschaftlich genutzt.

Unser Haus

Wir leben in einem ehemaligen Genossenschaftshaus aus dem Jahr 1919 am südlichen Stadtrand Dresdens. Schon vor fast 100 Jahren hatte sich die Gemeinnützige Heimstätten-Genossenschaft das Ziel gesetzt, preiswerte Mietshäuser zu errichten. Unser Haus liegt zwischen Plattenviertel und idyllischem Altdorfkern mit Kirche auf dem Berg. Der einst geplante halbländliche Charakter dieses Siedlungsgebiets ist bis heute zu erkennen. Unser Grundstück ist Teil des Grünkorridors Leubnitz-Neuostra mit kleineren Wald- und Wiesenflächen.

Es ist ein spannender Stadtteil. Von der Nachbarschaft sind wir sehr herzlich begrüßt und aufgenommen worden.

Unsere Ziele

Hinter uns liegen zwei Jahre Wändeabbrechen und -aufbauen, Tapetenabreißen, -ankleben und wieder -abreißen, Spachteln, Streichen, Schleifen, Schimpfen und Jubeln. Viele Menschen haben uns geholfen, einen Ort zu schaffen, an dem wir uns sehr wohlfühlen und der nicht nur uns ein zu Hause ist. Nachdem die große Aufgabe des Kaufs und Ausbaus des Hauses geschafft war, konnten wir im Sommer 2016 endlich einziehen. Seitdem widmen wir uns vorrangig der Aushandlung und Gestaltung unseres gemeinschaftlichen und solidarischen Zusammenlebens und gelegentlich den kleineren Baustellen, die noch übrig geblieben sind.

Wichtig für uns sind gegenseitige Unterstützung sowie eine authentische und vertrauensvolle Kommunikation. Wir versuchen uns und anderen einen Raum zu geben, sich zu erfahren, zu reflektieren und zu entwickeln. Wir setzen uns für eine Kultur des Miteinanders und gegen die Diskriminierung von Menschen aufgrund irgendwelcher Zuschreibungen ein.

Unsere Pläne

In unserem ersten gemeinsamen Frühling/Sommer haben wir unser Außengelände sichtbar umgestaltet: ein Gewächshaus errichtet, Beete bestellt, einen Lehmofen gebaut, überdachte Sitzmöglichkeiten geschaffen und vieles mehr. Weitere Ideen, wie die Einrichtung einer Außenküche oder die Anschaffung von Hühnern, warten noch auf ihre Umsetzung. Wir sind seit April 2017 Ernteteiler des Struppener Schellehofs, der solidarische Landwirtschaft betreibt. Zeitgleich haben wir ein Lebensmitteldepot eingerichtet, das es auch anderen Menschen in unserer Umgebung ermöglicht, als Ernteteiler die Idee der solidarischen Landwirtschaft zu leben und zu verbreiten.

Wir planen unsere (Lebensmittel-) Einkaufsgemeinschaft für den Stadtteil zu erweitern oder sogar einen kleinen Stadtteilladen zu eröffnen, da es im Dresdner Süden kaum eine Anlaufstelle für den Einkauf regionaler biologischer Lebensmittel gibt. Im Keller sollen weitere Räume ausgebaut werden, um sie für öffentliche Veranstaltungen und gemeinsame Aktivitäten zu nutzen oder anderen Initiativen tageweise kostenneutral zur Verfügung zu stellen. Dort wünschen wir uns Platz für Veranstaltungen wie Küche für alle, Filmabende, Vorträge, Beratungen, eine offene Werkstatt und dergleichen.

Mit den Menschen im nahe gelegenen Jugendclub SPIKE haben wir uns recht schnell angefreundet und vernetzt. Seither planen wir immer wieder gemeinsame Aktionen wie zum Beispiel einen Fahrradschraubtag oder eine Küche für alle. Mit weiteren Aktionen und Veranstaltungen wollen wir dazu beitragen, dass Leubnitz-Neuostra noch bunter und weltoffener wird.

Ein Gedanke zu „

  1. Hallo 2n40,
    ich bin der Kürbisgärtner, der gestern abend zusammen mit Euch Kürbis roh und gekocht, bzw. gebacken vertilgt hat. Es gefiel mir sehr bei Euch. Deshalb möchte ich mich erst einmal fuer den netten Abend bedanken. Eure Gemeinschaftsinitiative imponiert mir. Dies sollte viel mehr geschehen. Leider sehe ich keine Möglichkeit in Heidenau so etwas zu gründen. Dafür müssen sich die passenden Menschen finden, die auch das nötige Geld haben. Ich werde aber versuchen weiter mit Euch in Kontakt zu bleiben. Übernächstes Jahr gibt es in meinem Garten die erste große Weinlese. Das ist noch ein Weilchen hin. Aber Ihr könnt mich natürlich auch in der Johannisbeerzeit besuchen vorausgesetzt, es ist noch nicht alles vertrocknet.
    HG Reiner, der Kürbisgärtner

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