SpätSommerSause!

Wir wollen den Ausklang des Sommers mit euch feiern!

Am 16. September laden wir euch deshalb ab 16 Uhr zu einer SpätSommerSause zu uns ans Haus ein:

Euch erwarten allerlei kleine und große Überraschungen, Essen, Getränke, Spiel, Spaß und Musik.

Falls ihr von weiter weg kommt und einen Schlafplatz benötigt, meldet euch bitte schnellst möglichst bei uns.

Über Beteiligung am geplanten Verschenkeflohmarkt, mitgebrachte Aufstriche für das Brot aus dem Lehmofen oder Kuchen zum Kaffee freuen wir uns.

Bis dahin!
Die 2n40er

Strehlenküfa #2

Es wird am 5. September, an einem hoffentlich wunderschönen Spätsommerabend, endlich eine Wiederholung der Strehlen & Umgebung-Küfa geben.

Stattfinden soll diese auf der Grünfläche mit dem Bach nördlich des Leubnitzer Friedhofs (https://osm.org/go/0MLg2XCDt).

Es wird voraussichtlich eine Kartoffel-Kürbissuppe geben. Die Grundstoffe dafür werden vom Schellehof (solidarische Landwirtschaft in der Sächsischen Schweiz) kommen.

Dazu gibt es die Möglichkeit, die überschüssigen Lebensmittel beim Schellehof mit zu ernten und den Hof kennenzulernen.  Wir planen einen Ausflug zum Hof am Sonntag dem 3.9.. Abfahrt ist 13 Uhr bei uns am Haus. Kommt gerne mit!

Gekocht wird dann gemeinsam am Dienstag ab 16 Uhr bei uns im Haus. Das Essen gibt es gegen 19 Uhr. Fleißige Hände sind herzlichst dazu eingeladen.

Wir freuen uns auf euch und auf den Abend!

Strehlenküfa #1

Uns erreichte eine Einladungsmail:

Liebe Nachbar:innen, liebe Neugierige, liebe Freund:innen des kulinarischen Beisammenseins!

Wir wollen eine Küfa (Küche für alle) in Strehlen! Möglichkeit zum
Zusammenkommen, Kennenlernen und Raum für Austausch.
Und statt noch ewig darüber nachzudenken, tun wir es nun einfach und spontan:
Wir kochen für euch und freuen uns, wenn ihr vorbei kommt – zum essen,
quatschen und Zukunftspläne schmieden:

Am Dienstag, den 01.08. <<< ab 18.30 Uhr <<< im Hugo-Bürkner-Park <<< Bringt Nachbarn und Freunde, gutes Wetter, vielleicht eine Picknickdecke und etwas zu trinken mit! Verbreitet diese Einladung gerne weiter! Und falls ihr Dienstag keine Zeit, aber Interesse daran habt mitzudenken, mitzukochen uder mitzumachen...meldet euch gern bei uns: strehlen-kuefa@systemli.org! Viele Grüße und bis bald! Eure Küfa-Strehlen-Crew (in Gründung ;))

Fit für’n Frühling

Liebe Freunde, liebe Nachbarn, liebe Fahrradfans,

wir, die Bikefreaks vom Hausprojekt 2n40 und vom SPIKE, dem Jugendclub um die Ecke, veranstalten in Leubnitz-Neuostra einen Schraubtag, um unsere und eure Fahrräder gemeinsam wieder fit für den Frühling zu machen:

Samstag // 13. Mai // ab 13 Uhr
Karl-Laux-Straße 5
am Werkstattcontainer vom SPIKE

Seid dabei, wenn es heißt: Kette ölen, Speichen nachstellen, Rahmen putzen, Schrauben festziehen, Schlauch flicken, Reifen wechseln und so weiter und so fort! Wir haben Werkzeug und Erfahrung beim Schrauben und möchten beides gern mit euch teilen.

Gegen Nachmittag wollen wir gemeinsam Kuchen essen und Kaffee/Tee trinken. Es wird ein Mitbringbuffet. Wer also Lust hat, etwas Süßes zu backen oder bereitzustellen, ist sehr herzlich dazu eingeladen. Wenn es Wetter und Zeit zulassen, möchten wir danach mit den frisch reparierten und geputzten Fahrrädern eine kleine Spazierfahrt drehen. Sollte es richtig warm werden, könnten wir zum Beispiel an einen der Badeseen in der Nähe fahren. Also Badesachen nicht vergessen!

Da es im SPIKE nur eine begrenzte und unvollständige Ersatzteilkiste gibt, bitten wir euch, die entsprechenden Ersatzteile für eure Räder vorab im Fahrradladen zu besorgen. Kleinere Dinge wie Schrauben oder Ventile oder Flickzeug haben wir aber auf jeden Fall da.

Warteschlange der zu Wartenden 😉

Wir freuen uns auf euch
Die 2n40er und das SPIKE

PS: Ein paar Tropfen vom Himmel schrecken uns nicht ab. Sollte es aber in Strömen gießen, werden wir die Aktion verschieben. Wir halten euch definitiv auf dem Laufenden.

Jahresrückblick 2016

Liebe Freundin, lieber Freund,

ein weiteres Jahr und die ersten sechs Monate in unserer neuen Heimstätte gingen echt schnell rum und das, obwohl wir uns nach der kräftezehrenden Bauphase eine große Portion Ruhe und Gelassenheit verordnet hatten. Dass trotzdem allerhand im Haus und rundherum passiert ist, möchten wir Dir nicht vorenthalten. Denn auch 2016 packten wir kräftig und beherzt zu, erfuhr das Haus sinnvolle und coole Upgrades, feierten wir schöne und lustige Feste.

Winter

Sowohl draußen als auch drinnen wird noch rege gearbeitet. Während eine Fachfirma die Fassade an den letzten verbliebenen Stellen ergänzt, die Brüstungen und das Terrassengeländer montiert, verlegen wir inzwischen mit Routine Dielen und Parkett im Dachgeschoss. Weniger routiniert waren wir anscheinend beim Höherversetzen einiger Zargen vorgegangen, so dass der Tischler — nachträglich den Brandschutzanforderungen Genüge leistend — noch mehrere Türen korrigieren muss. Im März schließlich ist auch der überwiegende Teil der obersten Etage bezugsfertig und sind zumindest alle individuellen Zimmer vorbereitet. Für den Einzug fehlt damit nur noch die Nutzungsfreigabe durch das Bauamt, die leider lange auf sich warten lässt, weil der dafür notwendige Bericht zum Brandschutz seinerseits auf sich warten lässt.

Im Übrigen machen wir regelmäßig Sport, zumindest alle paar Wochen, wenn die verbliebenen Pellets dem Kellerboden bedenklich nahe kommen. Dann bestellen wir ein, zwei Paletten Nachschub, der Sack für Sack à 15 kg und zu vielen Dutzenden in den Heizungsraum geschleppt werden muss. Wer davor zurückschreckt, darf sich seines schlechten Gewissens durch das gelegentliche Befüllen der Brennanlage entledigen. Nicht ganz unabhängig davon schwingt immerwährend die Erkenntnis mit: Nach dem Winter ist vor dem Winter, und nach dem Schleppen ist vor dem möglichen Pelletlagerbau.

Frühling

Die Nutzungsfreigabe lässt zwar weiter auf sich warten, die Natur aber nicht, so dass es im Garten bereits munter vor sich hin grünt und sprießt. Diese Aufbruchsstimmung nutzen wir und unterziehen den Hofbereich an mehreren Wochenenden einer umfangreichen Verjüngungskur. Zwei kleine, halb verfallene Schuppen müssen weichen, alte Ziegel und Dachziegel werden aus dem Weg geschafft. Das zahlreich herumliegende Brennholz sägen wir teilweise auf kamingerechte Größe zurecht und stapeln es am langen Zaun entlang der Grundstücksgrenze. Damit wird auch der Unterstand in der Mitte des Hofs frei und kann, ausgestattet mit bequemen Sitzmöglichkeiten, fortan an heißen Tagen und in lauen Nächten als Ort zum Chillen dienen. In neu aufgeschütteten Beeten werden wir Kräuter ziehen und Gemüse anbauen. Zudem entsteht ganz vorn ein Sandkasten und am anderen Ende des Gartens ein überdachter Wäscheplatz. Schließlich wird die Feuerstelle endgültig verlegt und mit einem zünftigen Feuer eingeweiht. Tamtamtam!

Mit den steigenden Temperaturen nimmt auch die Bautätigkeit noch einmal zu: Der Dachterrassenboden wird verlegt und dieser schöne, sonnige Ort endlich nutzbar für uns. Zudem beschert die Restladung eines Betonmischers einerseits unserem künftigen Pelletlager einen anständigen Boden andererseits auch den Fassadenbauern den passenden Untergrund für ihre letzte Aufgabe: die straßenseitige Sockeldämmung. Dass wir zuvor gerade noch rechtzeitig die Kellerfenster einbauen, versteht sich von selbst.

Von den vielen Dingen, die in der Zwischenzeit im Haus passieren, ist insbesondere die entstandene Netzwerkinfrastruktur erwähnenswert. In einem waschechten Serverschrank laufen alle Kabel zusammen und auch unsere Website wird von hier aus in alle Welt übertragen. Dazu gesellen sich diverse WLANs, ein Freifunkknoten sowie ein scannender Netzwerkdrucker. Perfekte Bedingungen also für die Zukunft, egal ob Arbeit oder Unterhaltung!

Sommer

Anfang Juli endlich ist es so weit: Wir erhalten die Nutzungsfreigabe von der Bauaufsicht. Zunächst zwar vorbehaltlich einiger weniger Auflagen und Nachbesserungen, aber das ist uns in diesem Moment egal. Bis dahin hat uns das ganze Hausprojekt echten Schweiß und echte Nerven gekostet, so dass wir einfach nur überglücklich sind, die formale Abnahme unserer Baustelle erhalten zu haben. Damit heißt es: Einzug! Endlich können die abgestellten Möbel arrangiert, Kisten ausgepackt, Lampen aufgehängt werden. Die erste Nacht im Haus ist wohl für alle eine besondere.

Viel mehr gibt es vorerst kaum zu erzählen. Wir richten uns peu à peu mit jedem Tag ein wenig mehr ein, gestalten die provisorische Bauküche in eine provisorische Wohnküche um und jonglieren Möbelstücke zwischen Räumen und Etagen hin und her. Plötzlich bricht die Urlaubssaison los, das heißt, so gut wie niemand ist daheim. Ein Grund mehr also, über Workaway interessierte Menschen einzuladen, bei uns für Kost und Logis eine Zeitlang zu arbeiten. Das klappt für den Anfang ganz gut, wenngleich wir die Aufgabenverteilung und -koordination etwas stiefmütterlich behandeln. Das gemeinsame, fast tägliche Bad im nahen Kiessee hingegen muss glücklicherweise nicht erst umständlich geplant werden.

Als die große Hitze und damit auch die Personaldürre im Haus langsam nachlässt, fühlen wir uns frisch motiviert und gehen die Gemeinschaftswohnküche im Dach an. Balken schleifen, Gipswände grundieren und tapezieren, alles streichen und schließlich das Parkett mit Trittschalldämmung verlegen – aufgezählt sind die Arbeitsschritte schnell, umgesetzt wie so oft bei uns: einer nach dem anderen. Am Ende wird auch diesmal gut, was lange währt, so dass wir mittlerweile regelmäßig gemütliche Abende unter dem Dach verbringen. Allein die richtige Einbauküche fehlt noch, aber das ist ja nichts Neues, weder im Dach- noch im Erdgeschoss. Wie war das gleich nochmal mit den Provisorien?

Dafür geht einer unserer besonderen Wünsche in Erfüllung: Wir finden einen Menschen aus Eritrea, der sich auf das Experiment einlässt, bei uns einzuziehen. Schon lange vor unserem Einzug stand für uns fest, dass wir eines unserer Zimmer an einen Menschen vergeben möchten, der vor Krieg, Verfolgung oder aus anderen schwerwiegenden Gründen aus seiner Heimat nach Deutschland geflüchtet ist. Dass wir nun die Chance bekommen, die Integrationsarbeit ein Stückweit in die eigenen Hände zu nehmen, freut uns sehr.

Ein Sommer wäre freilich keiner ohne Fest. Also veranstalten wir Ende August gemeinsam mit vielen großen und kleinen Gästen, alten und neuen Mitbewohnern eine verrückte Sause. Mit dabei beispielsweise magischer Matsch oder ein Haarsalon „Haircuts by Children“ nach dem Vorbild der kanadischen Performance-Gruppe Mammalian Diving Reflex. Natürlich gibt es ein reichhaltiges Kuchenbuffet, Fladenbrot mit selbstgemachten Aufstrichen oder Waffeln – und zwar ganz viele Waffeln aus ganz vielen gleichzeitig rauchenden Waffeleisen. Hausführungen, Verschenkeecke und gediegene Soundkulisse sind übrigens inklusive, das Feuer am Abend auch und gute Laune allenthalben sowieso.

Als wäre das alles noch nicht genug für die schönste aller Jahreszeiten, gesellen sich sowohl ein handgefertigter Lehmofen (Pizza! Brot! Kuchen!) als auch ein selbstgezimmertes Baumhaus (Spannung! Spiel! Schokolade?) zur langen Liste unserer bisherigen Errungenschaften. Dafür verlässt uns der Kater[1] – zum Glück nur vorübergehend. Wir sind stolz auf unseren Hinterhof, der mittlerweile ein richtig schöner Ort geworden ist und zum Draußensein geradezu auffordert.

Herbst

Auf geht es zum finalen Akt, der da besteht aus: Außentreppe mit Laubengang, Innentreppe zwischen Erd- und Obergeschoss, Klingelanlage. Ohne Fachfirmen wären wir hier selbstverständlich aufgeschmissen, also übernehmen wir nur Teile der Innentreppe als Eigenleistungen, stellen zunächst das Widerlager her und später dann die Holzstufen, während die Stahlbauer alle Metallteile konstruieren und montieren. Als schließlich die Außentreppe steht, können die Elektriker nach fast einjähriger Wartezeit – der Gerüstabbau kam damals leider zu früh – endlich die Klingelanlage in Betrieb nehmen. Die Postbotinnen und Paketmänner, was haben die sich gefreut! Wir uns aber auch, so sehr, dass wir gleich noch Haustürlichter und Bewegungsmelder anbringen, und Sockelleisten natürlich, unzählige Sockelleisten. Es wird gemutmaßt, das würden nicht die letzten sein, oder doch?

Bevor jedoch die weihnachtliche Stille einkehren darf, machen wir schnell noch Nägel mit Köpfen und kaufen, kaufen, kaufen. Eine Sauna, unerhört groß und verdammt günstig. Ein Heimkino, unerhört cool und auch verdammt günstig. Ein Nachbargrundstück, unerhört waldig und schon wieder: verdammt günstig. Demnächst also bei uns in der Wilhelm-Franke-Straße: im Schweiße harren, auf Leinwand starren, mit Hühnern scharren!

Na ja, und dann stehen wir leider bereits im Angesicht des nächsten Winters und nehmen diese unausweichliche Tatsache zum Anlass, die Garteneinrichtung unterzustellen oder schlechtwetterfest zu machen, noch einmal die Ramschgaragen zu entrümpeln, Keller und Werkstatt aufzuräumen, die Holzvorräte abzudecken und so weiter und so fort.

Doch während draußen allmählich alles eingeht, beginnen drinnen Kleinodien aufzublühen, im Hausflur und am Kühlschrank, an Decken und Wänden, auf Tischen und Schränken, an Türen und Pforten. Die Weihnachtszeit ist nah und allerlei Schmuck, Kunst, Schönes bereichert unser Haus. Zu den Feiertagen wird es wahrhaft besinnlich ruhig, denn nur eine Handvoll Leute ist überhaupt da. An Silvester dagegen findet die größte Party statt, seitdem das Haus bewohnt ist, es gibt ein Riesenbuffet, einen Dancefloor, eine Cocktailbar und den megakrassesten Überraschungsgast ever: unser Pelletlager[2].

Feuchtfröhlich war es, dieses Jahr, und wir möchten uns deshalb von ganzem Herzen bei Dir bedanken. Denn ohne Dich und deinen Besuch, Freudengesang, Direktkredit, dein Lachen, Mitfiebern, Vertrauen, deine Zeitspende, Motivation, Energie oder oder oder wären all die schönen Erlebnisse nur Träume geblieben. Für das neue Jahr wünschen wir Dir eine große Portion Glück und Freude am Leben. Komm vorbei, wenn Dir danach ist, Du bist jederzeit willkommen!

Deine 2n40er

¹ Charlie, der neugierige Fuchs, hatte den Geräteschuppen als Ort der wohlspendenden Kühle entdeckt und wurde prompt darin eingesperrt. Ein paar Tage später, als schon eine gewisse Besorgnis um sich griff, fand sein Jammern erfreulicherweise Gehör. Nicht lange jedoch währte die Freude, denn alsbald legte er sich wohl mit einem Auto an. Zum Glück wichen unsere Sorgenfalten nach einem Tierarztbesuch abermals von den Stirnen, wohlwissend, dass nichts Ernsthaftes passiert war. Ein paar Wochen des Humpelns noch und er war wieder ganz der alte. :-)

² Noch nicht ganz auf der Höhe nach den umfänglichen Weihnachtsfestivitäten, gebiert es sich jedoch schon recht stattlich in Erscheinung und Form. Hier fehlt noch ein Türchen, dort noch ein Schläuchlein, aber am Ende dürfte es keinen Tag mehr brauchen, das gute Stück fertigzustellen. Und dann, ja dann endlich, endlich werden wir versinken in einem Meer aus Holzgranulat, auf dass wir niemals mehr einen Sack schleppen müssen und ob der nachlassenden sportlichen Betätigung unweigerlich und elendiglich verfetten werden. Welch’ Jux das wird! ;-)

 

Schnee, Schnee, Schnee

Der eine oder die andere hat es vielleicht schon erfahren, alle übrigen können gern in unserer Chronik nachschauen: Wir haben das Wäldchen nebenan und damit unser Nachbargrundstück gekauft. Ganz frisch. Das bereichert uns natürlich ungemein an Möglichkeiten, aber – wer hätte das gedacht – auch an Pflichten.

Schneeräumen beispielsweise. Der straßenseitige Weg, der nun regelmäßig von Millionen, ach Milliarden Flocken befreit werden soll, hat sich damit auf einen Schlag verdoppelt. Was bleibt uns da anderes übrig, als aus der Not eine Tugend zu machen und die ganzen mühevoll geschobenen Haufen einem höheren Zweck zuzuführen? Genau!

Mehrere Dutzend Schubkarren kostbares Weiß haben wir am heutigen Sonntag in den Hof verfrachtet, auf einen Haufen gekippt und verdichtet. Dem schweißtreibenden Teil folgte im Anschluss dann der kreative: Iglu aushöhlen, Aushub obendraufpacken, Löcher bohren, Eisfenster einsetzen und zuletzt das Bauwerk verzieren. Wir sind der Meinung, die stundenlange Arbeit vieler großer und noch mehr kleiner Hände an der frischen Luft hat sich gelohnt.

Kommt vorbei und schaut euch unser Meisterwerk an! Dank frostiger Temperaturen auf absehbare Zeit wird uns das Iglu sicher noch eine ganze Weile erhalten bleiben. Den Statiktest der Erstbeher hat das Dach mit Bravour bestanden. Damit können wir jetzt nicht nur aus Stein, Holz und Beton ein Haus bauen, sondern auch aus Wasser! Mit ein wenig Glück geht es gleich nach dem nächsten Schneesturm weiter. Ihr seid herzlich eingeladen, mit uns gemeinsam anzubauen. Auf geht’s!

Stadtrat verhindert soziokulturelles Wohnprojekt Elixir

Gemeinsame Stellungnahme Dresdener Hausprojekte:

Dresdener Stadtrat stimmt für den Verkauf der Königsbrücker 117a/119 an privaten Investor und gegen das Engagement Dresdner Bürger*innen und Geflüchteter

Der Verein Elixir Dresden e.V. kann keinen interkulturellen Wohnraum für 150 Personen schaffen. Geplant war es, die seit über 10 Jahren leer stehende ehemalige Arbeitsanstalt in Erbpacht von der Stadt zu erwerben und ein Experimentierraum für das Zusammenleben und -arbeiten von Dresdner*innen und Geflüchteten unabhängig von Sprache, Religion, Herkunft und finanzieller Ausstattung zu schaffen. Wir finden: Ein solcher Raum ist für die von Vorurteilen stark gespaltene Dresdener Stadtgesellschaft dringend nötig!

Wir Dresdener Hausprojekte, welche bereits alternative Formen des gemeinschaftlichen Wohnens leben, und bereits bezahlbaren Wohnraum für über 80 Menschen geschaffen haben, sind schwer enttäuscht und wütend, wie die Dresdener Politik mit dem Engagement ihrer Bewohner*innen umgeht. Es ist ein demotivierendes Signal an all diejenigen, die bereit sind, fern vom rückwärtsgewandten Populismus oder dem allesbeherrschenden Neoliberalismus, innovative, neue und mutige Ideen in dieser Stadt zu verwirklichen. Es ist ein starkes Zeichen für das Misstrauen der Dresdener Politik in das bürgerschaftliche Engagement der Dresdner*innen. Die Stadtspitze muss sich fragen lassen, wie ernst die großmundigen Bekenntnisse zu Weltoffenheit und Integration auf den medienwirksamen Großevents wirklich gemeint sind, wenn gleichzeitig konkrete bürgerschaftliche Initiativen boykottiert werden. Ein Aufruf zu mutigem Handeln in unserer Gesellschaft verpufft, wenn wieder einmal die Stadtentwicklung meistbietend privaten Investor*innen überlassen wird. Die Chance und dringende Notwendigkeit interkultureller Begegnungsstätten und eines sozial nachhaltigen Wohnungsbaus werden ignoriert und wie schon mit dem Verkauf der Woba einem schnellen Gewinn geopfert – und dies abermals mit Stimmen der SPD.

Die Entscheidung ist eine Absage an zivilgesellschaftliches Engagement und an all diejenigen Einwohner*innen Dresdens, die aktiv ihre Stadt mitgestalten wollen.

Unterzeichnende Hausprojekte:

2n40 | https://www.2n40.de
Betriebsküche Friedrichstadt | http://www.kuneterakete.de
KoKo3 | http://www.k-hoch-3-dresden.de
Mangelwirtschaft | http://hausprojekt.blogsport.de
RM16 | http://rm16.de

PM Elixir: https://www.elixir-dresden.de/_media/pm_elixir_15.12.2016.pdf

Das ist unser Haus!

Räume aneignen mit dem Mietshäuser Syndikat.

Burkhard Grießenauer, Daniel Kunle und Holger Lauinger von der SEELAND Medienkooperative haben einen Film über das Mietshäuser Syndikat gedreht. Wir haben ihn schon geschaut, können ihn wärmstens weiterempfehlen und lassen jetzt die Produzenten selbst sprechen:

Liebe Leute,

wir freuen uns, Euch unseren neuen Film „Das ist unser Haus!“ über das Mietshäuser Syndikat jetzt präsentieren zu können. Der Film erläutert das solidarische Modell des Syndikats, mit dem sich auch finanzschwache Gruppen bezahlbare Räume in Gemeineigentum sichern können. Ein Film, der dazu anregen soll, ein Hausprojekt in Eigenregie im Syndikatsverbund zu starten.

Der circa 64 Minuten lange Film hat eine CC-Lizenz. Er kann auf der Webseite www.das-ist-unser-haus.de gratis gesehen werden. Er ist ebenso für nichtkommerzielle, öffentliche Aufführungen freigegeben. Bei Interesse bitte vorab den geplanten Aufführungstermin per Mail an termin@das-ist-unser-haus.de anmelden.

Ab Mitte Januar 2017 (nach einigen letzten Ton- u. Farbkorrekturen) werden wir den Film auch zum Download freigeben.

[…]

Wir danken allen, die uns auf verschiedenste Art und Weise geholfen haben, diesen wichtigen Film zu realisieren. Wir wünschen uns eine maximale Verbreitung und Euch eine gute Unterhaltung beim Schauen.

 

Wir bekommen einen Pizzaofen!

Erst Mauern, dann Lehmkugeln patschen und schließlich verzieren – fertig ist der seeungeheuerliche Pizzaofen. Wir freuen uns auf alle anstehenden Pizzaabende! Die ersten Tests waren vielversprechend und wir arbeiten noch an der optimalen Auslastung durch Kuchen & Brot.

Danke an Niklas, Pia & Rosa vom BLOK (Berliner Lehmofenkollektiv)!